Karl Hagedorn

Die Begriffe „Mensch“ und „Maschine“ bilden gleichermaßen den zentralen Werkinhalt in Karl Hagedorns Malerei. Seine Überlegungen zu diesem eigentlich literarisch-philosophischen Thema basieren auf einer breiten Grundlage. Parallel zu einer zunächst zeichnerischen Auseinandersetzung mit dem Portrait entwickelte Hagedorn bereits früh eine interessierte Haltung zu technischen Prozessen. Eine erste Begegnung im Jahr 1953 mit den Arbeiten zeitgenössischer Künstler und den Werken der europäischen Moderne, insbesondere mit der künstlerischen Position Fernand Légers, sollte nachhaltigen Einfluss auf die weitere Arbeit Hagedorns nehmen. Vor allem einigte sich in der Einsicht in diese Standpunkte die eigene Begeisterung für das Menschenbild einerseits und für den technischen Fortschritt andererseits mit dem künstlerischen Ausdruck der Moderne. Nach seiner Emigration in die USA im Jahr 1959 entwickelte Hagedorn seine inhaltlichen Ausgangspunkte weiter und erzielte letztendlich ein organisch-abstraktes Formenrepertoire, woraus er seine künftigen Bildkompositionen schöpfte.

Karl Hagedorn - Figürliche Abstraktion